• Willkommen im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte.Schön, dass Sie da sind.

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Partnerschaften des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte - Kirchenkreise Durban, Umngeni und Umvoti / Südafrika

Seit mehr als 40 Jahren besteht die Partnerschaft von Kirchenkreisen und einzelnen Kirchengemeinden aus den Kirchenkreisen Durban, Umngeni und Umvoti in Südafrika und unserem Kirchenkreis und einigen Kirchengemeinden. Viele Begegnungen zeugen von den Freundschaften, die zwischen den Menschen hier und da entstanden sind. Begegnung bedeutet: miteinander wohnen, an Leben der anderen Anteil nehmen, sich gemeinsam freuen, miteinander lachen und zusammen traurig sein, sich in gemeinschaftlicher Hoffnung verbunden fühlen, Angst teilen und einander verstehen.

In diesem Sinn, getragen vom gemeinsamen christlichen Glauben, leben die Menschen aller Kirchenkreise ihre Partnerschaft. Regelmäßige Reisen hierhin und dorthin ermöglichen den Kontakt und die Gemeinschaft. Besonders ist dabei, dass die Partnerschaft von einzelnen Kirchengemeinden und auf Kirchenkreisebene getragen wird. In allen Kirchenkreisen treffen sich Delegierte regelmäßig in Ausschüssen, um gemeinsame Aktionen wie Gottesdienste, Delegationsreisen, Projekte und andere Aktionen vorzubereiten.

Besonders liegen den Ausschüssen der Bildungsfonds am Herzen: Es wird Geld gesammelt, um Jugendlichen aus Durban, Umngeni und Umvoti eine Ausbildung zu ermöglichen.

Mit der Neustrukturierung der Kirchenkreise arbeiten die Ausschüsse in Deutschland und Südafrika daran, dass bestehende Beziehungen zwischen den Kirchenkreisen erhalten bleiben. Ein guter Austausch mit den jeweiligen Nachbarkirchenkreisen ist daher wichtig. Zwischen Georgsmarienhütte und Melle ist vieles ähnlich und auch die Partnerkirchenkreise in Südafrika liegen in Nachbarschaft. Gute Voraussetzungen für eine gelingende Partnerschaft.

Partnerschaften der Kirchenkreise und Kirchengemeinden in Stadt und Land Osnabrück

Übersicht über die Partnerschaften
Übersicht über die Partnerschaften

Spendenaktion Corona-Soforthilfe Südafrika

Corona Soforthilfe Südafrika

Die Partnerschaftsausschüsse der Kirchenkreise Bramsche und Melle-Georgsmarienhütte rufen zu einer Spendenaktion „Corona-Soforthilfe Südafrika“, um unsere dortigen Partner*innen bei der Linderung der größten Not zu unterstützen.

Bis Dienstag, 2. Juni 2020 sammeln wir Spenden, die dann umgehend nach Südafrika überwiesen werden!

Der Schirmherr, Herr Superintendent H. Meyer-ten Thoren, Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte, sagt: „Wir müssen jetzt unsere christliche Solidarität mit unseren südafrikanischen Partner*innen zeigen, damit die Menschen überleben.“

Das Corona-Virus trifft die Menschen in Südafrika besonders hart. Dort wurde eine strikte Ausgangssperre verhängt und die bedeutet für viele Menschen schwere Einschnitte z.B. für

  • ca. 9 Millionen Kinder, die durch die geschlossenen Schulen keine Mahlzeit über das Schulspeisungsprogramm mehr erhalten,
  • die 25% der Bevölkerung, die - neben einer Arbeitslosigkeit von landesweit durchschnittlich weiteren 25% - im informellen Sektor arbeiten oder die ihren Lebensunterhalt durch Straßenverkäufe finanzieren und keine Unterstützung durch Lohnfortzahlung oder Arbeitslosengeld erhalten,
  • die Pastor*innen der Kirchengemeinden, die zum Großteil über die sonntäglichen Kollekten finanziert werden. Jeder ausgefallene Gottesdienst bedeutet so nicht nur spirituellen Verlust, sondern schwere finanzielle Einbußen.
  • Child-Headed Households, also Haushalte, die ausschließlich aus Kindern bestehen. Denn ihre Unterstützung kann durch die Ausgangssperre nur eingeschränkt erfolgen.

 

Der Partnerschaftsausschuss hat dazu viele Schilderungen aus Südafrika erhalten. Diese können Sie hier hochladen und lesen

 

Wir bitten Sie, diesen Spendenaufruf bis Dienstag, 2. Juni 2020 mit Ihrer großzügigen Spende zu unterstützen.

Spenden sind möglich:

Kirchenamt Osnabrück (bei der Sparkasse Osnabrück)
IBAN: DE87 2655 0105 0000 0450 88, Spendenzweck: Corona-Soforthilfe Südafrika

oder: online-Spenden: https://altruja.de/coronasoforthilfe

 

 

Der Bildungsfonds - Ein Partnerschaftsprojekt unseres Kirchenkreises

Infos zum Bildungsfonds Ausbildungshilfen
Bildungsfonds Ausbildungshilfen
Infos zum Bildungsfonds Schulgeld
Bildungsfonds Schulgeld

Von A bis Z ein voller Erfolg!

Am 29.August 2019 fand das erste „after-work-dinner“ des Kirchenkreises zugunsten des Bildungsfonds auf dem Thieplatz in Bad Laer statt.

Aktion, Beifall, Chor, Delikatessen, …. Tischgesellschaften, Unterhaltung, Verbeugung, Wetter, X-…, Y-…, Ziel – beim ersten after-work-dinner passte alles zusammen.


Ca. 100 Personen aus allen Regionen unseres Kirchenkreises (und darüber hinaus) haben sich bei schönem Wetter auf dem Thieplatz in Bad Laer eingefunden, um an festlich gedeckten Tischen fröhlich zu speisen. Einzelgäste, Tischgruppen, Bekannte, Nachbarn und Freunde fanden sich zusammen, um an diesem Event zugunsten des Bildungsfonds für Südafrika teilzunehmen.

Das Prinzip des after-work-dinners ist ganz einfach: Der Partnerschaftsausschuss hat die Tische bereitgestellt, für Getränke und Unterhaltung gesorgt – und die Gäste haben den Thieplatz mit ihrer Freude, Lachen und gutem Essen gefüllt.

Durch den Abend moderiert P.i.R. Keding, der alle Gäste und Beteiligte im Blick hat: Die Technikgruppe aus der Ev.-luth. Kirchengemeinde Melle-Neuenkirchen und die Mitglieder im Partnerschaftsausschuss genauso wie die Gäste dieser Veranstaltung, unter ihnen auch der Bürgermeister Bad Laers, Tobias Avermann, und der Superintendent des Kirchenkreises, Hannes Meyer-ten Thoren.

Es gibt ein interessantes Programm, um über den Bildungsfonds zu berichten: Dieser wird vom Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte unterstützt, um gemeinsam mit den südafrikanischen Partnergemeinden Kindern und Jugendlichen eine Teilhabe an der Gesellschaft, Perspektiven für ein gelingendes Leben, Freude und Hoffnung zu ermöglichen. Diese beispielhafte Aufzählung gibt einen kleinen Einblick darin, was Bildung im Leben ermöglicht. Gerade in Südafrika ist ein solches Engagement sehr wichtig, denn die Nachwirkungen der Apartheid sind bis heute spürbar. Da ist vor allem eine gute Bildung die Voraussetzung, um Unterschiede zu überwinden und ein gleichberechtigtes Miteinander in Freiheit, (sozialem) Frieden und Sicherheit zu ermöglichen.

Der Höhepunkt des Abends aber ist der Auftritt des „Afrika Gospelchor Njabulo“ aus Osnabrück. Dieser Chor bringt unter der Leitung von Max Tammen die Lebensfreude Südafrikas und den tief verwurzelten Glauben zum Ausdruck und steckt damit an: Kaum einen der mittlerweile ca. 300 Zuhörer hält es auf den Bänken und Stühlen, sondern singt und tanzt gemeinsam mit dem Chor.

Neben dem Erlös von 1.200€ für den Bildungsfonds bleibt ein wunderbarer Abend in Erinnerung – und die Vorfreude auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr!

Anke Meckfessel

 

 

After-work-dinner auf dem Thieplatz in Bad Laer
After-work-dinner auf dem Thieplatz in Bad Laer
Moderator P.i.R.Reinhard Keding und Diakonin Anke Meckfessel, Vorsitzende des Partnerschaftsausschuss
Moderator P.i.R.Reinhard Keding und Diakonin Anke Meckfessel, Vorsitzende des Partnerschaftsausschuss
gefüllte Tische
gefüllte Tische
Sommerabend auf dem Thieplatz
Sommerabend auf dem Thieplatz
gute Gespräche bei mitgebrachten Leckereien
gute Gespräche bei mitgebrachten Leckereien
Auftritt des Afrika Gospelchor Njabulo aus Osnabrück
Auftritt des Afrika Gospelchor Njabulo aus Osnabrück
die Technik aus der Kirchengemeinde Neuenkirchen
die Technik aus der Kirchengemeinde Neuenkirchen
Tanz auf dem Thieplatz
Tanz auf dem Thieplatz
Tanz im Getränkestand
Tanz im Getränkestand
 

Warum es sich (trotzdem) lohnt, die Partner in Südafrika zu besuchen

Natürlich gibt es viele Argumente, die heutzutage dagegen sprechen, eine Flugreise von Deutschland nach Südafrika zu unternehmen – aber es ist dennoch ein Gewinn, wenn man die Partnerschaft ernst nimmt. Ein Bericht von der Delegationsreise im April 2019

Partnerschaft heißt Kontakt und Begegnung. So wurde und wird die Partnerschaft mit den südafrikanischen Kirchengemeinden in den Kirchenkreisen Durban, Umngeni und Umvoti immer beschrieben. Wie kann man eine Partnerschaft lebendig machen, wenn es aber keine Möglichkeiten gibt, sich persönlich zu begegnen? Denn es gibt viele Gründe gegen solche Reisen. Natürlich muss heutzutage immer wieder überlegt werden, was ein solcher Besuch bringt. Das ist wichtig, wenn man an die Gelder denkt, die in eine Reise aus/nach Südafrika investiert werden. Es sind Gelder aus Kirchensteuermitteln, aus Spenden und Kollekten und auch private Gelder. Eine Reise ist nicht günstig.

Aber auch die Wegstrecke verdient eine Beachtung: Dürfen kirchliche Gruppen heutzutage noch fliegen? Ist es nicht besser, andere Begegnungsmöglichkeiten, z.B. in sozialen Netzen, zu nutzen, um einen Kontakt zu pflegen? Flugreisen sind mit am stärksten umstritten, wenn es um die Bewahrung der Schöpfung geht. Und das ist eine der wichtigsten Aufgaben, die Christ*innen seit Jahrhunderten formuliert haben und für die sie Sorge übernehmen müssen.

Ein Kontakt zwischen den Partnern kann bestehen durch Anrufe, Briefe, Nutzung sozialer Medien aller Art. Aber, so denke ich, das kennen wir aus allen Lebensbereichen: Eine persönliche Begegnung hat eine andere Qualität, gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen (also so etwas wie eine gemeinsame „Geschichte“) sind wichtig. Und Partnerschaft soll auf „Augenhöhe“ gestaltet werden, ein Schlagwort, das ebenfalls seit Jahrzehnten die Partnerschaften bestimmt. Manche Missverständnisse, Nachfragen, Diskussionen lassen sich eben am besten im direkten Gegenüber und gemeinsamen Gesprächen leichter klären.

Und: Für mich ist es, auch nach mehr als 20 Jahren aktiver Beteiligung an den Kontakten nach Südafrika immer noch etwas Anderes, ob ich „irgendwo“ in Deutschland anrufe oder in Südafrika: Wie wird die Verbindung sein? Haben meine gewünschten Gesprächspartner*innen gerade Zeit? Wie sieht ihr Alltag eigentlich aus? Wann passt ein Gespräch? Und: Habe ich (und auch mein*e Gesprächspartner*in) gerade die Ruhe und Gelassenheit, mich auf diese Unwägbarkeiten einzulassen? Kann ich schnell genug in Englisch reagieren, wenn mir das sichtbare Gegenüber fehlt?

 

Im April 2019 war eine siebenköpfige Delegation aus den Kirchenkreisen Melle-Georgsmarienhütte und Bramsche für fast drei Wochen bei den Partnern in Südafrika.

Die gemachten aktuellen Erlebnisse und Erfahrungen sollen helfen, die oben genannten Fragen zu konkretisieren.

Zunächst einmal: Wir haben viel erlebt!

  • Wir sind unseren Partnern begegnet – nicht nur den direkten Partnergemeinden über die Ostertage, sondern haben viele andere Gemeinden besucht, Briefe und Neuigkeiten hin und her transportiert und haben daher unzählige Eindrücke und Anregungen bekommen. Schon aus diesem Gesichtspunkt haben wir gemerkt, dass wir als Multiplikator*innen zurück in Deutschland tätig werden dürfen/müssen.
  • Wir haben erfahren, in welchen Bereichen die Partnergemeinden tätig sind: Es gibt soziale Projekte z.B. für Drogenabhängige oder für Geflüchtete in den Gemeinden und solche, die von den Gemeinden unterstützt werden. Landwirtschaftliche Projekte in den Gemeinden und Kirchenkreisen dienen dazu, die Menschen zu ernähren (und für diese Arbeit zu trainieren). So wie bei uns im Norden stehen unsere Partner mit vielen anderen Organisationen im Kontakt, um für die Gemeinde das Beste zu erreichen. Diese Besuche haben wir immer mit den Partnern gemeinsam gemacht – und den südafrikanischen Gemeinden geht es so wie uns: Wenn die Partner kommen, „rücken wir näher zusammen“, lernen unsere Gemeinden gegenseitig besser kennen. Die gemeinsamen Besuche haben für Diskussionen und Gesprächsstoff gesorgt, den wir sonst nicht gehabt hätten – und auch nicht die daraus entstandenen Ideen.
  • Wir haben unsere Partner durch diesen Besuch gestärkt – und das ist ein wichtiges Signal in kirchenpolitisch schwieriger Lage in der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Südlichen Afrika (ELCSA). Seit mittlerweile fast 1,5 Jahren ist die Arbeit in der Südost-Diözese „auf Eis gelegt“, da es einen Konflikt zwischen der Diözese und der ELCSA gibt, der bis heute nicht gelöst ist. Die Gemeindeglieder haben von Beginn dieser Auseinandersetzung an gesagt, dass das keinen Einfluss auf das gemeindliche Leben haben soll. Und das ist bisher Die Delegation trifft den gewählten Bischof der Diözese, Pastor Myaka. gelungen, auch wenn immer wieder versucht wird, Misstrauen und Vorbehalte zu säen. Manchmal erscheint es unseren Partnern so, als würde dieser Streit kein Ende nehmen und das kirchliche Leben bestimmen. Da ist es gut, wenn die Partner aus dem Norden mit dem Besuch ihre Solidarität zeigen und mitleiden. -
  • Wir haben viel über uns erfahren und neue persönliche Ideen mitgebracht: Es ist etwas Besonderes, in einer ganz anderen Kultur in Familien/Haushalten zu wohnen. Das bedeutet, Südafrika noch intensiver zu erleben, den Alltag der Menschen wirklich kennen zu lernen. Das bringt neue Entdeckungen vor allem für sich persönlich! Fließendes Wasser ist heute immer noch nicht selbstverständlich, das Essen ist anders, der Lebensrhythmus auch. Was davon gefällt mir? In den Gemeinden werden die Tage von Gründonnerstag bis zum Ostermorgen gemeinsam verbracht: es wird in Klassenzimmern geschlafen, gemeinsam gegessen, in Zelten Gottesdienst gefeiert. Aber es gibt auch viele andere Gemeindetreffen für die Gruppen, Vorträge, Konzerte, Gesprächsrunden – je nach Tradition in der Gemeinde.
  • Mich persönlich hat das Verhältnis der Generationen in der Kirche beeindruckt. Eine kurze Sequenz soll deutlich machen, welche konkreten Gedanken ich mitgebracht habe: Ein fast 70jähriger Kirchenvorsteher berichtete von dem Programm in seiner Gemeinde. Dieses kurze Gespräch will ich hier einfach möglichst genau wiedergeben. „Und am Karsamstag haben wir wieder Miss- und Misterwahlen für die jungen Leute.“ – „Warum macht ihr das? Gefällt dir das?“ – „Wir machen das für die Jugend. Es ist doch egal, ob es mir gefällt.“ – Ah…?“ – „Ich war mit der Musik in unseren Gottesdiensten auch zufrieden. Aber die Jugend hat gesagt, wir brauchen Instrumente. Jetzt singen wir eben mit Keyboard, Schlagzeug und E-Gitarre. Mir hat es zwar früher besser gefallen, wenn wir uns aber nicht nach der Jugend richten, kommen die nicht mehr. Also machen wir das so wie es für sie gut ist.“ Der Kirchenvorsteher ist kein „Einzelfall“, diese Haltung ist mir immer wieder begegnet. Wie können wir so eine Haltung bei uns erzeugen? Denn in unserer Kirche fehlt die Jugend schon...
  • Wir haben viel über die Verwendung der Spenden für den Bildungsfonds erfahren: In einem anderen Bericht („Bildung ist ein hohes Gut“) habe ich schon auf erlebte Beispiele für die Verwendung der Spenden im Bildungsfonds hingewiesen. Immer wieder haben wir die jungen Menschen persönlich kennen gelernt, die durch den Bildungsfonds unterstützt werden. Und bekommen in den Kirchengemeinden genaue Abrechnungen (und erkennen, dass auch die Partner selber für den Bildungsfonds viel Geld sammeln – teilweise die gleiche Summe, die aus Deutschland zur Verfügung gestellt wird.) Ich kann nur Mut machen, diese Abrechnungen immer mal wieder in den Kirchengemeinden abzurufen – denn es gibt sie immer.

 

Eine innere Beteiligung und Anteilnahme wird durch eine persönliche Begegnung in Südafrika oder Deutschland befördert – und dient damit der Partnerschaft zwischen den Gemeinden in Nord und Süd. Persönliche Eindrücke und Erlebnisse motivieren die Gäste und die Gastgeber für die Partnerschaft. Zum Besuch gibt es keine gleichwertige Alternative und so bleibt nur der alle paar Jahre stattfindende Flug zu den Partnern. Das Fazit lautet daher: „Ja, eine persönliche Begegnung lohnt sich immer!

 

Anke Meckfessel

Bilder der Delegationsreise im April 2019

n Umphumulo sind in der Osternacht Frauen in den Frauengebetskreis (abazizigazi) aufgenommen worden. Unsere mitgebrachten Osterkerzen sind präsentiert worden – und vier Menschen (Säuglinge, Kinder, Erwachsene) sind getauft worden
n Umphumulo sind in der Osternacht Frauen in den Frauengebetskreis (abazizigazi) aufgenommen worden. Unsere mitgebrachten Osterkerzen sind präsentiert worden – und vier Menschen (Säuglinge, Kinder, Erwachsene) sind getauft worden
In Appelsbosch wurden mithilfe einer anderer Organisation ein Gewächstunnel zum Gemüseanbau auf Kirchengrund gestellt – die Menschen lernen Gemüseanbau und verdienen Geld
In Appelsbosch wurden mithilfe einer anderer Organisation ein Gewächstunnel zum Gemüseanbau auf Kirchengrund gestellt – die Menschen lernen Gemüseanbau und verdienen Geld
Die Delegation trifft den gewählten Bischof der Diözese, Pastor Myaka
Die Delegation trifft den gewählten Bischof der Diözese, Pastor Myaka
In diesem Haus habe ich die Ostertage verbracht. Die/der geübte Betrachter*in erkennt gleich vorne links): Es gibt kein fließendes Wasser im Haus
In diesem Haus habe ich die Ostertage verbracht. Die/der geübte Betrachter*in erkennt gleich vorne links): Es gibt kein fließendes Wasser im Haus
Große Lautsprecher im Gottesdienst
Große Lautsprecher im Gottesdienst
Freude an der Begegnung
Freude an der Begegnung

Bildung ist ein hohes Gut!

Das betonen unsere südafrikanischen Partnergemeinden während des Besuchs einer Delegation aus dem Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte

Im April hat eine siebenköpfige Delegation die Partnerkirchenkreise und –gemeinden in Südafrika besucht. Neben vielen Gesprächen über die Zukunft der Partnerschaft und die schwierige Lage der ELCSA, Besuch von sozialen kirchlichen Projekten zur Bekämpfung der Armut und Unterstützung der Ärmsten, kam auch immer wieder das Gespräch auf den von allen Kirchenkreisen getragenen Bildungsfonds. Mit Spenden, die in allen fünf Kirchenkreisen (drei in Südafrika und zwei in Deutschland – neben Melle-Georgsmarienhütte ist auch der Kirchenkreis Bramsche daran beteiligt) gesammelt werden, werden jedes Jahr aufs Neue Anstrengungen unternommen, um Kindern und Jugendlichen eine Schulbildung bzw. eine Ausbildung zu ermöglichen.
Erfreulicherweise hat sich in allen Gemeinden in Südafrika ein bestimmtes Verfahren bewährt: Die Kinder und Jugendlichen stellen mithilfe eines Formulars einen Antrag an den Partnerschaftsausschuss und stellen ihren Bedarf dar, der ganz individuell ist.
Manchmal brauchen Kinder ein paar Schuhe, um die vorgeschriebene Uniform zu vervollständigen. Manchmal wird die Schuluniform beantragt, andere Kinder brauchen Unterstützung für Hefte und Bücher. Über jeden Antrag wird genauso individuell entschieden, so haben wir in den Gemeinden erfahren.
Eines wird aber eigentlich nicht gemacht: Werbung für diese Unterstützung bzw. die Aufforderung, Gelder aus den Mitteln des Bildungsfonds zu beantragen. Auf unsere Nachfrage, warum das so sei, wurde in allen Gemeinden unisono geantwortet: „Wenn wir Werbung machen, haben wir noch viel mehr Anträge – und wir wollen vor allem diejenigen unterstützen, die aktiv sind und sich für ihre eigenen Interessen einsetzen.“

 

Hier ein paar konkrete Beispiele aus den Partnergemeinden:

  • In Pietermaritzburg-North werden in diesem Jahr 19 Personen unterstützt. Dabei bekommen 4 junge Erwachsene einen Zuschuss für die Ausbildung, 11 Jugendliche erhalten Geld, um die High School zu besuchen und für 4 Kinder wird der Grundschulbesuch mitfinanziert. Für die Schulbesuche werden in der Regel die Schuluniformen finanziert (je nach Schule variiert der Preis, durchschnittlich kostet eine Garnitur 600Rand, 2-3 Garnituren pro Jahr muss eine Familie aber einkalkulieren). Für die Studierenden/Auszubildenden wird ein Zuschuss zu den Semestergebühren gewährt.
  • In Christianenburg müssen die Antragstellenden noch eine Schul- bzw. Universitäts-bescheinigung dem Antrag beilegen, um so eine noch stärkere Eigeninitiative der Antragsteller*innen zu befördern. Ein Kind hat in diesem Jahr Schuluniformen für insgesamt 1.100Rand und Gelder für Frühstücksbrote genehmigt bekommen. Eine junge Frau, die eine Ausbildung zur Elektrikerin macht, bekommt die Schulgebühren. In ihrer Begründung des Antrags steht: „Meine Großmutter ist die einzige Person im fünfköpfigen Haushalt, durch die wir Geld bekommen. Von ihrer Rente (1.700Rand= 160€uro) wird der gesamte Lebensunterhalt bestritten.“
  • In Umphumulo treffen wir eine junge Frau, die darauf wartet, sich für 15.000Rand Zuschuss zu ihrem Studium endlich zu bedanken: „Ich möchte allen Menschen danken, die mir diese Unterstützung gewährt haben und mir so gezeigt haben, dass ich etwas wert bin. Ich warte darauf, jetzt endlich eine Stelle als Grundschullehrerin zu bekommen, damit ich diesen Zuschuss zurückzahlen kann. Denn auch andere junge Menschen sollen von den Geldern so profitieren wie ich es getan habe.“
  • In Otimati ist die Kirchengemeinde sehr stolz, dass gleich 4 junge Frauen gekommen sind, um zu zeigen, in welchen Bereichen diese eine Ausbildung bekommen haben: Sekretärin, Lehrerin, staatl. anerkannte Erzieherin, Laborassistentin.
Treffen in Appelsbosch
Treffen in Appelsbosch

In Appelsbosch treffen wir auch Kinder, die eine Unterstützung aus Mitteln des Bildungsfonds erhalten haben. Ehren- und Hauptamtliche aus der Kirchengemeinde und dem Kirchenkreis begleiten die Kinder immer wieder in Schul- und Lebensfragen.

n Umphumulo junge Erwachsene, die eine Zuwendung für ihre Ausbildung erhalten haben.
n Umphumulo junge Erwachsene, die eine Zuwendung für ihre Ausbildung erhalten haben.

In Umphumulo treffen wir junge Erwachsene, die eine Zuwendung für ihre Ausbildung erhalten haben. Dabei handelt es jeweils um „Zwischen-finanzierungen“ wenn die Familien aufgrund anderer Problemlagen nicht in der Lage waren, die Studiengebühren zu bezahlen und damit der erfolgreiche Abschluss gefährdet war.
Die junge Frau rechts im Bild kommt aus der Kirchengemeinde Uthukela und hat ebenfalls angehende Verwaltungsangestellte ein Zwischendarlehen gewährt bekommen.

Vier jungen Frauen auf dem Bild haben jeweils eine Ausbildung absolviert – ohne Unterstützung aus dem Bildungsfonds wäre das nicht möglich gewesen
Vier jungen Frauen auf dem Bild haben jeweils eine Ausbildung absolviert – ohne Unterstützung aus dem Bildungsfonds wäre das nicht möglich gewesen

Die vier jungen Frauen rechts im Bild haben jeweils eine Ausbildung absolviert – ohne Unterstützung aus dem Bildungsfonds wäre das nicht möglich gewesen.
Links im Bild ist die stellvertretende Vorsitzende des gemeindlichen Partnerschaftsausschusses, daneben eine Delegierte aus dem Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte und vorne knieend eine ehemalige Praktikantin, die 3 Monate in Deutschland gelebt und gearbeitet hat – Nomsa hat es sich zur Aufgabe gemacht, die jeweils Begünstigten zu coachen.

Delegationsreise nach Südafrika – Begegnung in Pietermaritzburg–South mit Delegierten aus der Kirchengemeinde St. Petri Melle vom 13. bis 23. Oktober 2018

Eine Delegation mit den Teilnehmenden Christian Jesse, Corinna Schnepel, Mareike Schwarz und Monika Schlonski machte sich am 12. Oktober auf den Weg nach Südafrika zu unseren Partnern in Pietermaritzburg-Süd.

Wir wussten im Vorfeld, dass in Südafrika Wahlen stattgefunden hatten, dass die Gremien neu besetzt worden waren, dass eine Teilung der Gemeinde PMburg-Süd stattgefunden hatte und dass Schwierigkeiten mit der Leitung in der Südost-Diözese (SED) bestanden, z.B. Dean Myaka war zum Bischof gewählt worden, ist aber nach einem Jahr noch nicht in sein Amt eingeführt worden. Von Suspendierungen war die Rede, von verschwundenen 40 Mill. Rand. Außerdem beschränkten sich die Kontakte nach Südafrika mehr auf den privaten Bereich als dass offizielle Briefe geschickt wurden. So begaben wir uns mit einem Koffer voller Fragen auf die Reise.
Mit großer Freude und Herzlichkeit wurden wir in Durban und in Imbali empfangen und mit großer Offenheit wurden die Gespräch geführt.

 

Zur Struktur:  PMburg-Süd besteht nun aus zwei selbstständigen Gemeinden. Eine Gemeinde hat den Namen behalten und besteht aus den Congregations: Machebisa – als Zentrum mit dem Pastor Mosia, Mooi River, Henley, Inadi, Khumbulani und den Predigtstellen Howick und Tayler‘s Halt.
Die zweite Gemeinde nennt sich Martin-Luther Memorial Parish und hat Imbali als Zentrum mit dem Pastor Madondo. Weitere Congregations sind Willowfontein und Mpumelelo.
Unsere Gastgeber hatten das Programm so gestaltet, dass wir alle Congregations besuchen sollten, damit Partnerschaft auch in den entlegenen Orten sichtbar wird. Wir waren zwar zentral untergebracht,  hatten jedoch alle zwei Tage die Gastfamilien zu wechseln. Das schien uns zunächst unbequem, ergab jedoch den guten Sinn, dass in Machebisa und Imbali ebenfalls viele Gemeindeglieder mit uns Kontakt haben sollten.
Die Leitung des PA-Komittees hat Mane Hlongwane (Machebisa) inne. Sie ist uns bekannt durch die Jugendbegegnung und die Delegation 2016 in Melle-Petri. Ihr Stellvertreter ist Lucky Dumakude aus Imbali (Delegation 2016 in Melle). Wichtig ist den Vorsitzenden, dass möglichst alle Congregations einen Vertreter im Kirchenvorstand und im PA - Ausschuss haben, daher auch unsere Rundreise, die auch als „Werbung“ zu verstehen war. - Da ich zum wiederholten Mal in Südafrika war, fielen mir viele erfreuliche Entwicklungen auf im Vergleich zu 2015 und 2013. Henley, z.B. hat in den letzten Jahren einen großen Zulauf bekommen, besonders jüngere Familien ziehen in dieses Gebiet und beteiligen sich rege am Gemeindeleben. Es ist zwar eine Kirche vorhanden, aber die übrige räumliche Ausstattung, wie Küche, Gemeinderaum, sanitäre Anlagen lässt noch zu wünschen übrig. Mpumelelo – 2013 noch ein Preachingplace - ist nun eine Congregation, leider ohne Gemeindezentrum. Gottesdienste werden im Klassenraum einer Schule gehalten. Erfreulich ist auch, die Congregation in Mooi River. Hier entstehen immer wieder neue Ideen, wie man den Kirchenraum verschönern kann. Diese Kirche ist ohnehin die größte in der Gemeinde PMburg-Süd, sie kann bis zu 600 Menschen aufnehmen. Imbali hat das schon lange existierende Pfarrhaus in den letzten Jahren so renoviert, dass der junge Pfarrer Madondo sich darin wohlfühlen kann. Er wohnt dort seit Januar 2018 und wurde am 21. Oktober offiziell in sein Amt eingeführt – und wir konnten dabei sein! Leider ist die Kirche dort schon wieder zu klein, kann sich aber nicht erweitern wegen des beengten Grundstücks.   Bedauerlicherweise kommt man in Khumbulani keinen Schritt voran, weil die Stadtverwaltung das Grundstück nicht für einen Kirchenbau freigeben will. So feiert man seit Jahren in einer Garage Gottesdienst. Herr Ngidi leitet die Gemeinde seit langem und ist mit der Gemeinde betrübt über diesen Stillstand.
Willowfontein hat sich auch „verjüngt“ und hat einen aktiven Abazisikhasi-Kreis (Frauen-gruppe). In Howick (noch Preaching Place) kämpft man ebenfalls mit der Kommune Umngeni für ein Grundstück, damit der Gemeindeaufbau voranschreiten kann. Aber Herr Luthuli gibt so schnell nicht auf.

 

Ein Highlight unserer Begegnung war der Einführungsgottesdienst für Rev. Madondo am 21.Oktober. Da in der Kirche in Imbali nicht genug Platz war, hatte man die Aula einer Schule angemietet, festlich geschmückt und gottesdienstlich hergerichtet. Kurz nach 8 Uhr morgens strömten die Menschen in die Halle. Sie kamen mit Bussen und Bullis und PKWs aus allen Congregations und Gemeinden, sogar aus Durban waren Besucher gekommen.
Herzliche Begrüßung nach allen Seiten. Bald setzte der Gesang ein und füllte den großen Raum. Nun zogen die Pastoren und Bischof i.R. Buthlezi mit vielen Ministranten ein. Da Dean Myaka suspendiert ist zusammen mit 7 weiteren Deans musste sein Stellvertreter die Einführung vornehmen. Bischof Buthelezi fand in seiner Predigt mutmachende Worte für Rev. Madondo und die Gemeinde. Man möge in unruhigen Zeiten nicht den Mut verlieren und fest zu seinem Bekenntnis stehen und in vollem Vertrauen auf Gottes Weisung achten. Es wurde Abendmahl gefeiert und der übliche Opfergang setzte ein und wollte kein Ende nehmen. Die Schüsseln quollen über vor Geld und mussten zwischendurch geleert werden. Dazu der Gesang und die tanzenden Bewegungen. Es hätte auch eine Party sein können. Nacheinander wurden Grußworte gesprochen und Geschenke überreicht: mit rhythmischen Bewegungen wurden eine Waschmaschine, ein Kühlschrank und Möbelstücke herein-getragen. Es war ein großes Freudenfest! Immer wurde auch „our elected Bishop“ (noch Dean Myaka) angesprochen, der aber saß inmitten der Ehrengäste. Mit Gebet – totale Stille – und viel Gesang und Segen ging der wunderbare Gottesdienst um 15.00 Uhr zu Ende. Um 9.00 Uhr hatte er begonnen. Es war zu keinem Zeitpunkt langweilig, auch nicht während der Predigt in Zulu, denn ab und zu gab es mal einen englischen Satz dazwischen.  

 

Dass viele Deans suspendiert sind (8 von 10), belastet alle sehr. Pfarrer und auch Ehrenamtliche, die in Verantwortung stehen,  dürfen ihre Tätigkeit nicht ausüben. Das Problem ist sehr komplex und hängt mit den seit 2016 verschwundenen 40 Mill. Rand zusammen. Wer zu viel nachfragt oder gar nachforscht, wird zur Untätigkeit verdammt. Das lähmt die kirchliche Arbeit auf höheren Ebenen sehr. Die Gemeinden sind aufgebracht und lassen sich kaum beruhigen. Doch gewissenhaft versehen sie ihren sonntäglichen Gottesdienst mit wenigen Pfarrern, Laienpredigern oder sich selbst finanzierenden Pastoren.


Deanery wächst – Bishopstowe ruht – neues Projekt in Appelsbosch

Das Gebäude der Superintendentur in Bishopstowe steht im Rohbau fertig und ist von weitem gut sichtbar. Es fehlen noch die Innenarbeiten, die Fenster und die Türen. Bis Januar 2019 soll es komplett fertig sein. Schon vorher möchte Noch-Dean Myaka einziehen. Voller Freude zeigt er uns das Gebäude, dass er an einen noch zu wählenden Dean übergeben möchte. „Zu Füßen“ der Deanery liegen die Gebäude vom Agape – Church – Farming – Projekt. Hier ruht alles: keine Tiere mehr, auch keine arbeitenden Menschen und kein Gemüseanbau. - Es soll aber wieder belebt werden, wenn das zweite Projekt in Appelsbosch richtig selbstständig ist und wirtschaftlich unabhängig.

Das Projekt in Appelsbosch nennt sich UBUHLE BEMYELO 06 - Beauty of Nature (Schönheit der Natur). Es wurde 2013 auf Initiative von Rev. i.R. Luthuli zusammen mit anderen Sponsoren ins Leben gerufen. Die Gewächshäuser und Felder stehen  auf einem großen der luth. Kirche gehörenden Land. Angebaut werden Tomaten, Weißkohl, Mangold (südafrik. Spinat) rote Bete und Kartoffeln. Geleitet wird es von Leonard Ndlovu, der auch im PA-Ausschuss ist. Ziel des Projektes: 1. Ausbildung in Gemüseanbau und 2. Versorgung der Bevölkerung. Abnehmer sind das Krankenhaus, die Schule und die Bewohner von Appelsbosch. Wenn dieses  Projekt sich weiterhin so gut entwickelt, wird auch das zur Zeit ruhende Projekt in Bishopstowe wieder belebt werden. So sieht die Planung aus.

Diese Begegnungsreise hat ihr Ziel aus meiner Sicht total erreicht. Sie war lebendig durch die vielen Begegnungen und hat uns allen einen guten Überblick über die Strukturen verschafft. Wir verstehen die Sorgen und Nöte der Gemeinden besser und unsere Partner wissen nun, dass wir sie mit ihrem Anliegen in unsere Gebete einschließen.


Bilder von der Delegationsreise nach Südafrika im Oktober 2018

 

Aktion Flamingo! 2018 - Bilderschau der Landeplätze

al-data Westerhausen
Bartelt-Roggow
Hubertushof Westerhausen
in Westerhausen
bei Dagmar zur Nedden
an der Marienkirche in Oldendorf
Ehepaar Teevs in Oesede
LVM Frank Strötzel
Straßengemeinschaft Am Wulberg in Westerhausen
Huhmann
bei Ilse Schwutke
Wilke
Fa. Elsmeier in Westerhausen
Gemeinschaftspraxis Westerhausen
Fa. Koring und Meier
Fa. Koring und Meier
Blumenladen Kallenbach in Oldendorf
 

Aktion Flamingo!–Bildungsfreunde gesucht - Unter der Schirmherrschaft von Superintendent Meyer-ten Thoren werden in diesem Jahr Spenden gesammelt, um die südafrikanischen Partnergemeinden dabei zu unterstützen, dass Kinder und Jugendliche Bildungschancen

Aktion Flamingo!
Aktion Flamingo!

Konkret geht es um die Kinder und Jugendlichen der Ärmsten, die es sich nicht leisten können, ihren Kindern eine gute Schulbildung oder sogar eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Denn leider ist es auch heute noch so, dass in Südafrika Bildung nicht kostenlos ist. Häufig haben begabte und kluge Kinder/Jugendliche keinen Zugang zu Bildungseinrichtungen, weil sich ihre Familien dieses schlichtweg nicht leisten können – oder es gar keine Eltern mehr gibt.


Deshalb gibt es schon seit Jahren den Bildungsfonds im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte und jedes Jahr bemühen wir uns, in jeden der drei Partnerkirchenkreise ca. 5.000€ zu überweisen, um so unsere Solidarität für gute Bildungschancen zu zeigen und einen kleinen Beitrag zu leisten.


Die konkrete Aktion läuft so ab:
Für die Zeit nach dem Sommerferien (20.August – 20. September 2018) suchen wir Bildungsfreunde, die die Aktion Flamingo! unterstützen und einen Geldbetrag (ca. 100,00€) für diese Aktion spenden. Als Anerkennung dafür dürfen sie einige Tage eine „Flamingofamilie“ aufnehmen.


Bitte unterstützen Sie diese Aktion. In den Kirchengemeinden des Kirchenkreises finden Sie ebenfalls die abgedruckte Postkarte.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.wir-fliegen-auf-bildung.de
Oder Sie wenden sich an den Partnerschaftsausschuss, Anke Meckfessel, Tel: 0541-44026162 oder anke.meckfessel@kkmgmh.de

Hier können Sie die Anmeldepostkarte herunterladen.

Südafrikanische Superintendenten besuchen neuen Superintendenten

drei Deans aus den Partnerkirchenkreisen in Südafrika mit dem neuen Superintendenten Meyer-ten Thoren vor dem Eingang der Superintendentur in Melle, von links nach rechts: Deputi Dean Reverent Mamba (Kirchenkreis Umngeni), Superintendent Meyer-ten Thoren
(vlnr): Dep. Dean Rev. Mamba (Kirchenkreis Umngeni), Superintendent Meyer-ten Thoren (Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte), Dean Dumakude (Kirchenkreis Umvoti), Dean Nzama (Kirchenkreis Durban)

Zur Einführung des Superintendenten Hans-Georg Meyer-ten Thoren am 15. November 2015 sind drei Gäste aus Südafrika angereist.

Der Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte gestaltet seit mehr als 30 Jahren eine intensive Partnerschaft mit Christinnen und Christen in Südafrika, genauer gesagt der Region Durban. In diesem langen Zeitraum sind die Beziehungen zwischen Menschen auf unterschiedlichen Kontinenten gewachsen und haben sich zu Freundschaften entwickelt.

Ob im Jugendbereich oder durch die Frauen- und Männer-Gebetsgemeinschaften: Zahlreiche Begegnungen zeugen von den intensiven Beziehungen zwischen vier Kirchenkreisen. Durch die Neuordnung der Kirchenkreise im Osnabrücker Land unterhält der Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte mittlerweile Partnerschaften zu den Kirchenkreisen Durban, Umngeni und Umvoti, alles Nachbarkirchenkreise in der südafrikanischen Provinz KwaZuluNatal.

 

Diese einzigartigen Kontakte werden in dieser Woche des Besuches deutlich: Noch nie in der Hannoverschen Landeskirche sind drei geistliche Würdenträger aus Südafrika angereist, um ihren deutschen Kollegen zu begrüßen, zu begleiten und in ihre kollegiale Mitte zu nehmen.

Neben der aktiven Beteiligung im Einführungsgottesdienst erleben die drei Superintendenten gefüllte Tage: Zu Beginn des Besuchsprogrammes galt es, den Kirchenkreis in seiner jetzigen Größe wahrzunehmen und mit verschiedenen Menschen in Kontakt zu kommen. Den Abschluss dieses Tages bildete ein gemeinsamer Besuch der Lichtsicht 5 in Bad Rothenfelde, zumal die von vielen geschätzte Projektion „More sweetly play the Dance“ vom südafrikanischen Künstler William Kentridge gestaltet wurde.
Ein gemeinsamer Tag mit Besuch der Lutherstätten in Wittenberg, Konferenzen mit allen Partnern und insbesondere mit dem Kollegen Superintendent Meyer-ten Thoren, aktive Beteiligung in den Buß- und Bettagsgottesdiensten, Kontakte in Kirchengemeinden und ein Treffen mit der Landessuperintendentin Frau Dr. Klostermeier runden den achttägigen Besuch ab.

 

Um die intensiven Beziehungen zwischen den Christinnen und Christen aus Deutschland und Südafrika sichtbar werden zu lassen, wurde im Einführungsgottesdienst für den Bildungsfonds für südafrikanische Kinder und Jugendliche gesammelt – und erbrachte die stolze Summe von 1720,73 €, die direkt und in voller Höhe den bedürftigen Familien zugutekommt, damit die jungen Menschen eine Perspektive und Hoffnung für ihr Leben bekommen.