Neues Wissen für die Zukunft

Nachricht 14. Dezember 2021

Brot für die Welt eröffnet 63. Aktion unter dem Motto Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft

In der Küstenregion von Bangladesch, wo Aklima Begum (Foto) mit ihrer Familie lebt, sind die Folgen des Klimawandels sehr heftig zu spüren. Den häufigen Wirbelstürmen folgen Flutwellen, die Boden und Grundwasser versalzen. Es mangelt an Wasser zum Trinken und zur Bewässerung. Die Frauen verbringen mehrere Stunden am Tag damit, zu den wenigen nutzbaren Brunnen zu laufen. Seit dem Wirbelsturm Sidr im Herbst 2007, kämpfte die Familie Tag für Tag ums Überleben. Aklima Begum war froh, wenn ihre Kinder abends nicht hungrig ins Bett gehen mussten. Das Meer hatte den Trawler und die Netze ihres Mannes geschluckt, sie hatten deshalb Kredite für ein neues Schiff und neue Fangleinen aufgenommen, bloß damit im folgenden Jahr ein weiterer Sturm beides fortriss. Seitdem arbeitete ihr Mann als Tagelöhner auf Baustellen, doch der Lohn reichte weder für ausreichend Nahrung, noch für die Tilgung der Schulden. Reis konnten sie auch nicht mehr anbauen, das Salzwasser hatte ihr Ackerland unfruchtbar gemacht.  
Seit 2012 hilft die Christian Commission for Development in Bangladesh (CCDB), eine Partnerorganisation von Brot für die Welt, den Menschen in der Küstenregion, ihre Lebensweise an die veränderten Klimabedingungen anzupassen. Durch neues, salzresistentes Saatgut konnte Aklima wieder Reis ernten. Außerdem wurde die Familie mit einem Regenwassertank unterstützt, der einen Filter aus Sand besitzt. Ein neuer Schutzraum bietet Unterschlupf, wenn ein Sturm droht. Gemüse, das auch ohne den versalzenen Boden in Gefäßen wächst, bereichert die Mahlzeiten der Familie.
 

Diasporaarbeit: Evangelischer Bund, Martin-Luther-Bund, Gustav-Adolf-Werk

In vielen Ländern leben Christinnen und Christen als Minderheit. Und dennoch übernehmen gerade diese kleinen Kirchen und Gemeinden Verantwortung für das sie umgebende Gemeinwesen und sind sozial-diakonisch aktiv. So bezeugen sie die Menschenfreundlichkeit Gottes in Wort und Tat. Die Diasporawerke unterstützen sie bei ihren anspruchsvollen Aufgaben.

Erläuterung

Christinnen und Christen teilen weltweit Leben, Gaben und Glauben. Sie besuchen einander, sie beten füreinander und sie teilen, was sie haben. So erleben sich auch kleinere Kirchen und Gemeinden als Teil der einen weltweiten Kirche Jesu Christi. Der Evangelische Bund, der Martin-Luther-Bund und das Gustav-Adolf-Werk behalten die Glaubensgeschwister in der Diaspora im Blick, um deren Lebens- und Glaubenserfahrungen in den Alltag unserer Kirchen und Gemeinden einzutragen.

Helfen Sie helfen:

Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00

oder direkt in ihrer Kirchengemeinde